Oberliga Mitte

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erstellt am: 12. 11. 2019 durch: Jörg Müller

„Sonntagmorgen ist nichts für Partylöwen“

SV Dresden-Mitte – Post Zeulenroda 8:8
Post Zeulenroda- SV SR Hohenstein-Ernstthal II 1:9

Dresden/Zeulenroda (OTZ – Benjamin Schmutzler) Wann ist die richtige Uhrzeit für ein Tischtennis-Oberligaspiel? Geht es nach Lukas Böhme, Kapitän der Tischtennis-Herren von Post SV Zeulenroda, lautet die Antwort „immer“. Er ist verrückt nach dem Sport, kann und möchte zu jeder Zeit an die Platte. Doch auch er meint: „Sonntagmorgen ist gewöhnungsbedürftig und nichts für Partylöwen.“

Durch den angesetzten Doppelspieltag ging es nicht anders: 

Am Samstag reisten die Mannen von Cheftrainer Jörg Müller zum SV 1950 Dresden-Mitte und kehrten mit einem Remis zurück. „Mit etwas Abstand ist es ein gewonnener Punkt, auch wenn wir mit einer 8:7-Führung ins Entscheidungsdoppel gegangen sind“, sagt Böhme und hebt die Leistungen von Moritz Heß, Oleksandr Tymofieiev und Jan Vesely hervor, die sechs Einzelpunkte beisteuerten. Zum Zeitpunkt des Gesprächs ist es Sonntag, 10.50 Uhr. Gleich steht das nächste Punktspiel an, diesmal gegen Tabellenführer Hohenstein-Ernstthal II.

Auch der Gegner hatte am Vortag eine Begegnung in Zella-Mehlis zu bestreiten – ebenfalls 8:8. In Zeulenroda galten die Sachsen als Favorit. Dass es am Ende mit 1:9 so deutlich gegen den Post SV wurde, war dennoch nicht eingeplant. Drei Doppelniederlagen zu Beginn ließen Zeulenroda, bei denen erstmals in dieser Saison Leander Ingwer Neudeck aufgeboten wurde, ins Hintertreffen gelangen. Einzig Spitzenspieler Maksym Bachurin konnte gegen Hohensteins Miroslav Cecava einen Sieg einfahren. Nach gut zwei Stunden war die Partie entschieden – vor einer überschaubaren anzahl an Zuschauern.

„Normal sind hier mehr Fans und unterstützen uns. Vielleicht lag es daran, dass zwei weitere Mannschaften Spiel hatten“, sagt der 22-jährige Kapitän. Vielleicht lag es aber auch an der Uhrzeit, 11 Uhr zum Sonntag. Am 30. November geht es daheim gegen Zella-Mehlis. Ebenfalls ein Topgegner, aber vielleicht wird dann alles anders, am Samstagabend, 18 Uhr.

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