Thüringenliga der Herren

Thüringenliga der Herren

erstellt am: 02. 04. 2019 durch: Jörg Müller

Gothaer SV – Post SV Zeulenroda 5:9
Der Druck ist weg

Gotha (SW) Nach einen spielfreien Wochenende reiste die erste Herrenmannschaft vom Post SV Zeulenroda zum letzten Auswärtspunktspiel nach Gotha. Für die Gastgeber war es bereits die letzte Begegnung der Thüringenligasaison 2018/2019. Deshalb schlug der Tabellensechste am vergangenen Samstag, den 30.03.2019 um 17.00 Uhr, vor den zahlreichen Zuschauern mit der vollen Stammbesetzung auf. Auch die Postler, welche die Meisterschaft schon seit dem letzten Spieltag innehaben, konnten auf ihre gewohnte Aufstellung zurückgreifen. Somit waren die Gäste aus Ostthüringen die klaren Favoriten, da bereits das erste Aufeinandertreffen im Dezember letzten Jahres hoch gewonnen werden konnte. Allerdings merkte man schnell, dass bei einigen Zeulenrodaern die Luft heraus ist. So kam es, dass am Ende zwar ein Auswärtssieg zu Buche stand, der aber mit 5:9 wesentlich enger war, als man erwarten konnte.

In den Eingangsdoppeln wollten die Mannen um Kapitän Paul Sichwardt eine Paarung für nächste Saison ausprobieren. Daher stellte man nur die eingespielte Paarung Wagner/Neudeck auf. Die weiteren Duos bildeten die Tschechen Voříšek/Šulc, sowie Heß/Sichwardt. Der Gothaer SV dagegen wollte den Ligaprimus überraschen und formierte riskant. Es hatte zur Folge, dass das ungeschlagene Doppel „Eins“ Wagner/Neudeck auf die Spitzenspieler der Gothaer Reim/Schulz traf. Diese überrannten die Gäste völlig und fügten ihnen somit die erste Niederlage der Saison zu. In den anderen Paarungen merkte man, dass die Spielpraxis fehlte. Deshalb musste man den Gegnern jeweils nach fünf Sätzen zum Sieg gratulieren. Die Konsequenz war der überraschende 0:3-Rückstand.

Die Postakteure standen nun unter gehörigen Druck, da man eigentlich ungeschlagen in die Sommerpause gehen wollte. Den ersten Punkt für den „Post SV“ konnte Tomáš Voříšek einfahren, der sowohl kämpferisch als auch spielerisch an dem Tag überzeugte. Somit gewann er verdient im Entscheidungssatz gegen Christian Reim. Auch Steffen Wagner konnte sich nach dem 0:1-Satzrückstand noch steigern und ging nach vier Sätzen als Sieger vom Tisch. Leander Ingwer Neudeck merkte man im positiven Sinne an, dass die Anspannung heraus ist. Er spielte mit seinem druckvollen Angriffsspiel so konsequent, dass er gegen beide Gothaer keinen Satz abgeben musste. Beim Stand von 3:3 schlug Moritz Heß gegen den Routinier Sebastian Händly auf. Dabei konnte er nicht sein volles Potential abrufen und unterlag klar mit 0:3. Ebenfalls nicht überzeugend spielte Martin Šulc, der in beiden Begegnungen über die volle Distanz ging. Aufgrund seiner Erfahrung behielt er in gefährlichen Situationen einen kühlen Kopf und entschied den letzten Satz mit 11:9 sowie mit 11:6 für sich. Das obere Paarkreuz, mit S. Wagner und T. Voříšek, konnte auch in den nachfolgendem Matches relativ ungefährdete Siege einfahren. Im zweiten Spiel steigerte sich M. Heß im Vergleich zur ersten Runde, zog aber wieder den Kürzeren. Diesmal verlor er mit 2:3. Ähnlich wie L. Neudeck spielte auch P. Sichwardt befreit auf und trug ebenfalls mit einen 3:0-Sieg zum letztendlich verdienten 9:5- Erfolg der Zeulenrodaer bei.

Das Ergebnis hat jedoch weder für den Gothaer SV noch für Zeulenroda irgendwelche Konsequenzen. Am folgenden Wochenende steht für die Nachwuchsakteure L. Neudeck sowie M. Heß der sogenannte „Deutschlandpokal“ in der Klasse U18 an. Dabei gehen sie für das Team Thüringen an den Start. Am Samstag, den 13.04.2019, bestreitet man das letzte Heimspiel in der Rötleinturnhalle. Dabei möchte man sich 17.00 Uhr mit einer ordentlichen Vorstellung bei den grandiosen Fans in die Sommerpause verabschieden. Zuvor schlagen ab 9:00 Uhr die ersten drei Postmannschaften im Bezirkspokal auf.

Punkte für Post:
Steffen Wagner 2,0
Tomáš Voříšek 2,0
Leander Ingwer Neudeck 2,0
Moritz Heß 0,0
Martin Šulc 2,0
Paul Sichwardt 1,0