Oberliga Damen Mitte

Das erste Saisonspiel der Frauen vom Post SV Zeulenroda startete gegen Schwarza mit einer Schrecksekunde.

Aus OTZ von Benjamin Schmutzler ...

Das hatte sich die Bad Lobensteinerin Kristin Kuchenbecker definitiv anders vorgestellt.

Ausgerechnet die routinierte Kapitänin von Zeulenrodas Tischtennis-Damen sorgte während des ersten Oberliga-Saisonspiels gegen TTC HS Schwarza im Eingangsdoppel für einen Schreckmoment.

An der Seite vom ungarischen Zugang Sara Orosz, der bei ihrem Debüt im Zeulenrodaer Trikot am Ende ein Einzelpunkt gelang, verletzte sich Kuchenbecker zum Ende des ersten Satzes an der Wade.

Humpelnd trat sie den Weg zum Oberschiedsrichter an – „Es fühlt sich komisch an. Ich glaube, das wird nichts mehr.“ Zu dieser Zeit ahnten ihre Mitspielerinnen Kulbaken Salzmann und Leonie Strunz am Nebentisch noch nichts von der Hiobsbotschaft. Beide gewannen ihr Doppel mit 3:1.

Für Kristin Kuchenbecker ging es allerdings nicht weiter, per Notarzt wurde sie vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. „Wir hoffen, dass es Kristin schnell besser geht. Da auch Michelle Weber heute krank war, mussten wir zu dritt weiterspielen. Das haben wir super gemacht“, so Kulbaken Salzmann. Die 29-Jährige steuerte wie Orosz einen Punkt in den Einzeln bei. Beide unterlagen sie der Schwarzaer Spitzenspielerin Jacqueline Dömming.

Geraerin Strunz sichert Remis

Dass es schließlich für Post Zeulenroda zu einem 5:5-Unentschieden reichte, war Jugendspielerin Leonie Strunz zu verdanken. Die Geraerin zeigte bei ihren Einzelauftritten gegen Alina Grimm (3:0) und Lina Hoffmann (3:1) keine Nerven, bescherte dem Trio somit doch noch einen versöhnlichen Ausgang.

„Sicherlich wäre in Vollbesetzung heute mehr drin gewesen, aber gegen Schwarza als Regionalliga-Absteiger ist dies dennoch ein gutes Ergebnis“, sagt Kulbaken Salzmann. Sie selbst kam in den letzten Wochen wenig zum Trainieren, Job und Kinder fordern doch Erhebliches an Zeit.

Blick in Richtung Regionalliga

„Ich warte noch, bis meine kleine Tochter alt genug ist. Dann kann ich sie mit in die Turnhalle nehmen. Mein siebenjähriger Sohn ist ja bereits in der Trainingsgruppe von Jörg Müller“, blickt Salzmann freudestrahlend voraus.

2018 kam sie vom Studium aus Leipzig zurück nach Zeulenroda, wo sie bereits zu ihrer Jugendzeit große Erfolge feierte. Damals wie heute mit Trainer Jörg Müller, der mit dem Saisonauftakt zufrieden ist: „In dieser Liga gibt es keine klaren Favoriten. Wir wollen sicher die Klasse halten, unsere Mädels im Verein weiterentwickeln und uns in Zukunft in Richtung Regionalliga orientieren“, so Müller.

Der Anfang ist in jedem Fall gemacht.

Fotos: Benjamin Schmutzler (OTZ) und  Verein

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Nach dem Spiel war die Zeulenrodaer Damen-Oberliga-Mannschaft nur noch zu dritt - (v.l.): Leonie Strunz, Kulbaken Salzman und Sara Orosz.
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Hier lief es noch rund für Kristin Kuchenbecker (r.) gemeinsam mit Neuzugang Sara Orosz.
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Der verbleibende Rest der Zeulenrodaer Damen-Oberliga-Mannschaft - (v.l.): Kulbaken Salzman, Leonie Strunz und Sara Orosz.
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